"Alpha, Bravo, Charlie ..., oder wie war das nochmal?" - Spannungsfall und Zivilschutz im Brennpunkt
Konzepte im Wandel der Zeit
In den Anfangsjahren stand der Ausbildungscharakter im Mittelpunkt. Mit den sich verändernden Einsatzspektren der Bundeswehr änderten sich in den Folgejahren auch die Ausbildungsanforderungen für Reservisten. Auslandsszenarien wurden entwickelt und fortgeschrieben. Seit 2023 konzentriert sich die Aufgabenstellung wieder mehr auf das Thema Landes- und Bündnisverteidigung sowie den Zivil- und Katastrophenschutz.
Auch diesmal konnte die Kreisgruppe Hochfranken im Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V. und die mit der Durchführung beauftragte Reservistenkameradschaft Hof um die Stabsfeldwebel Klaus Distler und Oberstabsfeldwebel Manfred Hofmann, wieder den Bauhof der Gemeinde Töpen als Basis nutzen und neben dem Kreisorganisationsleiter Stabsfeldwebel Michael Ries über siebzig Reservisten zu Ausbildung und Wettkampf begrüßen.

Für den in und um den Ortskern Töpen fiktiv eingesetzten II. Zug der 2. Kompanie des Heimatschutzregiment Bayern galt für die nächsten Stunden folgender Kernauftrag:
„Sie haben den Auftrag, das vor Ihnen liegende Gelände zu beobachten, Aufklärung zu betreiben, die im Rückraum liegende Gruppen zu sichern und diese bei Feindaktivität zu alarmieren“
Pünktlich um 18:30 Uhr schickten die Verantwortlichen alle Teams zeitgleich an verschiedenen Punkten auf die rund 6 Kilometer lange Strecke. Orientieren mit Karte und Kompass, vorgegebenen Skizzen, Laufen nach Marschzahlen sowie nach mündlichen und schriftlichen Wegbeschreibungen.
Neben Mannschaften aus Naila, Selb-Schönwald, Nordhalben, Selb–Erkersreuth, Selb-Schönwald, Coburg, Oelsnitz i. Vogtland, Team Töpen und der Bundeswehr in Hof ging als erstes Team die Mannschaft der Rotaract auf die Strecke. Die „Jungen“ verschafften sich damit einen eigenen Eindruck von der Reservistenarbeit.
Neben den militärischen Aufgaben wie das Bekämpfen von feindlichen Zielen mittels Brandflaschen, Zielaufklärung, Zuordnung von Leuchtmitteln, das Entschlüsseln von Funksprüchen, Feuerkampf und Selbst- und Kameradenhilfe fanden die Teilnehmer auf der Marschstrecke Stationen mit Fragen zum Zivil- und Krisenschutz in unserem unmittelbaren Umfeld vor, die es zu beantworten galt.
Zur Siegerehrung konnte der Vorsitzende der RK Hof Stabsfeldwebel Klaus Distler zusammen mit Bürgermeister Alexander Kätzel die Mannschaft der Reservistenkameradschaft Oelsnitz unter Führung von Oberstleutnant Kai Burmeister, zum verdienten Sieger ausrufen. Den Glückwünschen folgte ein Brotzeitkorb (Gutschein) und 2 Flaschen Töpen-Sekt. Dieser Brauch spiegelt seit 32 Jahren die Wertschätzung und den Umgang mit unseren Soldaten der Reserve vollumfänglich wider.

Bilder: Michael Ries/RK Hof
Text: Klaus Distler/Jürgen Knieling
